Maria Hermann

© Foto: Alex Lipp, www.alexlipp.de

 

Über mich:

Geboren wurde ich 1984 im sonnenverwöhnten Freiburg mit seinen mittelalterlichen Gassen, den vielen kleinen Wasserkanälen (Freiburger Bächle), die durch die Stadt fließen, und dem majestätischen Münster mit all den magischen Wesen auf seinen Zinnen und Türmen.

Als Kind war ich täglich mit unserem Hund draußen in der Natur und fand immer etwas zum Spielen: einen verwunschenen Elfenhain, verborgene Gärten, Lehmberge zum herunterrutschen, Tore aus Baumzweigen, die mich in eine andere Welt oder eine andere Zeit geführt haben...

Ich habe viel Zeit in den Bäumen verbracht, die mir erlaubten auf ihnen herum zu klettern und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich habe dem Wind in ihren Blättern zugehört und all die vielen kleinen Lebewesen beobachtet, die ein so völlig anderes Leben als ich lebten und die Welt so anders sehen mussten...

Ich war ein neugieriges Kind mit einem Hang zur wilden Lebenslust. Ich war aber auch ein Kind, das nachts von Alpträumen geplagt wurde und über Jahre große Angst vor der Dunkelheit und dem Einschlafen hatte.

Freiheit fand ich als Jugendliche beim Tanzen, Theaterspielen und auf dem Rücken der Pferde. Mein erster großer Traum war die Bühne. Dort konnte ich sein wer ich wollte, mich ausprobieren und austoben.

So kam ich 2004, kurz nach meinem Abitur, nach Hamburg. Das ‚Tor zur Welt‘ mit seinem fantastischen Hafen, den endlosen Elbsandstränden und der weiten Außenalster, auf der sonntags hunderte weiße Segelschiffe die weichen Wellen durchpflügen. Diese weltoffene Stadt hat mich 8 Jahre lang durch Höhen und Tiefen begleitet.

Nach meiner Gesang-, Tanz- und Schauspielausbildung an der Hamburg-School-of-Entertainment spielte ich unter anderem am Schmidt-Theater und beim Jahrmarkttheater in der Lüneburger Heide. Ich war zu Gast im Schauspielhaus Hamburg und ging auf Tournee durch zahlreiche Stadt- und Staatstheater in ganz Deutschland. Es war ein aufregendes, belebendes und intensives Leben.

Nach einer schweren Krankheit im Jahre 2011 entschloss ich mich in meine Heimat zurückzukehren und etwas Neues zu lernen. Studieren zu können und zu dürfen habe ich all die Jahre als großes Privileg empfunden. Nach meinen Bühnenjahren war es für mich ein großes Geschenk ruhig in einem Hörsaal zu sitzen und all den spannenden Errungenschaften der Wissenschaft zu lauschen und in mich aufzusaugen. Im Frühjahr 2019 schloss ich mein Psychologiestudium an der Albert- Ludwigs- Universität in Freiburg ab und schreibe seither weiter an meinen Büchern.

Ich und die Worte:

Worte waren schon immer meine tiefsten Verbündeten.

Seit ich schreiben gelernt habe, zog ich mich immer wieder in mein Zimmer zurück, weil da dieser Drang in mir war: ein Kitzeln in meiner Brust, ein Kribbeln in meinen Fingern. Dann flossen die Worte auf´s Papier. Durch sie konnte ich neue Bilder malen. Und meine Eindrücke von Dingen und Welten erlebbar machen, die für mich unsichtbar hinter der sichtbaren Welt existieren. 

Nicht alle verstanden meine Worte. Nicht alle spürten, was ich spürte, wenn ich die Gedichte und Geschichten, die ich schrieb anderen zeigte. Das Gefühl großer Traurigkeit und Einsamkeit liegt in diesen Erinnerungen. Und doch: die Worte die ich schrieb und die Welten, die ich damit öffnete waren mir ein großer und wichtiger Trost und mit der Zeit traf ich immer mehr Menschen, die mich verstanden und denen es ähnlich ging wie mir.

Es war im Jahr 2008, da tauchte in einem Sommerurlaub plötzlich dieses Mädchen vor meinem inneren Auge auf. Sie hatte dunkle Haare, hinter ihr lag ein schwarzer Tannenwald und sie zog einen quitschenden Blechwagen hinter sich her. Ich wusste nicht, was das bedeutete, aber es fühlte sich wichtig an. Drei Jahre lang erforschte ich die Geheimnisse, Erkenntnisse und Ereignisse um dieses Mädchen, das, wie ich herausfand, Tala hieß, und 2011 fing ich an ihre Geschichte aufzuschreiben.

Ich schrieb ihre Geschichte auf und kann bis heute nicht damit aufhören. Es ist ein Geschenk, diese Geschichte, ein Geschenk, welches aus dem Nichts kam, unerwartet und wundervoll.

Über Tala:

Jedes Mal, wenn man mich fragt, ob ich nicht beschreiben könne, was die Geschichte um Tala und ihre Figuren so besonders macht, fehlen mir die Worte. Es ist, als ob man mich fragt, weshalb ich einen bestimmten Menschen liebe. Wenn ich jemanden wirklich liebe, dann weiß ich nicht weshalb ich ihn liebe, ich tue es einfach.

So ist es auch mit der Geschichte von Tala. Wo soll ich anfangen? Sie ist so komplex, so tief, so reich, so geheimnisvoll und so unglaublich wertvoll, wie das Leben und die Liebe selbst.

Ich lache und weine mit ihr. Ich freue mich so sehr, dass es diese Geschichte gibt, und dass sie zu mir gekommen ist. Und da geteilte Freude und geteilte Liebe das Größte ist, teile ich diese Geschichte mit euch.